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Abriebverhalten

Abriebwiderstand DIN EN ISO 7784

Taber Abraser
Taber Abraser

Abriebwiderstand ist ein Wideratand gegen Abnutzung infolge mechanischer Einwirkung auf eine Oberfläche.

Teil 1: Bestimmung des Abriebwiderstandes: Verfahren mit schleifpapierbelegten Rädern und rotierender Probe

Für die Prüfung benögte Angaben:
Prüfgeschwindigkeit: 60 rpm
Drehzahl
Reibrollen
Schleifpapiers mit vereinbartem Abrasivmaterial und vereinbarter Körnung
Gewicht
Waage 0,1 mg
Die Proben müssen eben sein, ein Mindestformat von 100 mm × 100 mm
Die Trockenschichtdicke der Beschichtung nach ISO 2808
Die beschichteten Proben vor dem Prüfen bei (23 ± 2) °C und einer relativen Luftfeuchte von (50 ± 5) % min. 16 h konditionieren.


DIN EN ISO 7784-2 - Teil 2: Verfahren mit Reibrädern aus Gummi und rotierender Probe

Für die Prüfung benögte Angaben:
Prüfgeschwindigkeit: 60 rpm
Drehzahl
Reibrollen
Schleifpapiers mit vereinbartem Abrasivmaterial und vereinbarter Körnung
Gewicht
Waage 0,1 mg
Die Proben müssen eben sein, ein Mindestformat von 100 mm × 100 mm
Die Trockenschichtdicke der Beschichtung nach ISO 2808
Die beschichteten Proben vor dem Prüfen bei (23 ± 2) °C und einer relativen Luftfeuchte von (50 ± 5) % min. 16 h konditionieren.

DIN EN ISO 5470-1

Mit Kautschuk oder Kunststoff beschichtete Textilien
Bestimmung des Abriebwiderstandes – Teil 1: Taber-Abriebprüfgerät

Reibräder CS10, CS17, CS10F, CS17, H10, H18, H22, H38
Probekörper mit einem Durchmesser von 105 mm bis 115 mm
Bohrung, Durchmesser 6,35 mm
Ansaugdüsen, Durchmesser 8 mm ± 0,5 mm

Auswertung:
Farbänderung des abgeriebenen Anteils, bewertet durch Bezugnahme auf den Graumaßstab für die Bewertung der Farbänderung nach ISO 105-A02
Freilegung des Trägermaterials oder der aufgeschäumten Schicht
Gesamtmasseverlust in Milligramm oder in Prozent der Ausgangsmasse des Probekörpers

Es ist der Masseverlust in Milligramm je 100 Zyklen zu berechnen.

DIN ISO 3537

Straßenfahrzeuge – Sicherheitsscheiben – Mechanische Prüfverfahren

Prüfgeschwindigkeit: 60 min-1, rpm oder 72 min-1, rpm
Drehzahl
Reibrollen
Schleifpapiers mit vereinbartem Abrasivmaterial und vereinbarter Körnung
Gewicht: 500 g
Waage 0,1 mg
Nennweite der Düsenöffnungen: 11 mm
Hazemeter
Die Trockenschichtdicke der Beschichtung nach ISO 2808
Die beschichteten Proben vor dem Prüfen bei (23 ± 2) °C und einer relativen Luftfeuchte von (50 ± 5) % min. 48 h konditionieren.

DIN ISO 9352

Kunststoffe – Bestimmung des Abriebs nach dem Reibradverfahren

Prüfgeschwindigkeit: 60 min-1, rpm oder 72 min-1, rpm
Drehzahl
Reibrollen CS10F, CS10, CS17, H38, H10, H18, H22
Schleifpapiers mit vereinbartem Abrasivmaterial und vereinbarter Körnung
Gewicht
Waage 0,1 mg
Vakuumdüsen, Durchmesser der Düsenöffnungen: 8 mm
Durchmesser der Scheiben: 100 mm, Dicke muss 0,5 mm bis 10 mm betragen und gleichmäßig sein
Norm-Zinkplatten für die Kalibrierung der Abriebwirkung der Räder

DIN EN 60068-2-78

Prüfung der Beständigkeit von Kennzeichnungen und Aufschriften gegen Abrieb, verursacht durch Wischen mit Fingern und Händen

Kraft/ Andrückkraft: 6 Noder andere Kräfte
Reibweg: 1 – 4 mm
Frequenz: 2 Hz
Prüfzyklen/ Anzahl der Betätigungen: von 1 bis ....
Temperatur: Raumtemperatur
Zwischenmessungen: falls verlangt wird
Prüfflüssigkeit: Künstlicher Schweiß gem. 53160-2 oder andere Lösemittel wie Isopropanol/Wasser
Geschwindigkeit des Prüfstempels: 60 mm/s oder andere Geschwindigkeiten
Vorkonditionierung: min 16 h bei 23°C und 50% Feuchtigkeit

DIN ISO 4649 - DIN 53516

Durchmesser des Zylinders: 150 mm ± 0,2 mm
Länge des Zylinders: ca. 500 mm
Geschwindigkeit: 40 min−1 ± 1 min−1
Durchmesser des Probekörperhalters von zylindrischer Spannöffnung: Zwischen 15,5 mm und 16,3 mm, einstellbar
Die Kraft je nach Shore Härte: 5 N, 10 N, 20 N
Prüfschmirgelbogen (aus Aluminiumoxid), die Körnung: 60
Breite der Schmirgelbolge: 400 mm
Länge der Schmirgelbolge: 474 mm ± 1 mm
Dicke: 1 mm
Reibweg: 40 m
Probekörper: zylindrische Form mit einem Durchmesser von 16 mm ± 0,2 mm und eine Dicke von mindestens 6 mm
Die Probekörper werden aus Plattenmaterial mit Hilfe eines Kreisschneiders oder eines anderen rotierenden Schneidwerkzeuges hergestellt.
Probenanzahl: min. 3 Prüfläufe

Vor der Testdurchführung müssen die Dichte und Shore Härte der Probekörper gemessen werden und die Prüflinge sind min. 16 h bei 23°C und 50% rel. Feuchte zu kondtionieren.

Handabrieb-Fingernägel-Schuhsole

DIN EN 60068-2-70, BMW GS97034-1, Daimler DBL 7384; IEC 60068-2-70; DIN EN 60068-2-7; ASD-STAN prEN 4860, ISO 15223-1

BMW GS 97034 / GS 97045; Ford WSS-M2P188-A1; EWIMA Spezifikation; Sony Ericsson 45/152 41-FEA 202 8139 Ue

Andrückkraft: 1, 5, 10N (bis zu 30N)
Geschwindigkeit: 60mm/s (frei wählbar bis 2000mm/s)
Reibweg: 1 - 40mm
Anzahl Zyklen / Hubzahl: 1 -10 Millionen
Prüfstempel: 10 mm oder 20 mm
Shore Härte des Stempels: 45 (Istwert 47+-5)

Die Beständigkeit von Kennzeichnungen und Aufschriften werden gegen Abrieb durch Wischen mit Fingern und Händen bei diesem Test geprüft.
Durch Hand oder Fingerbetätigungen auf der Oberfläche inkl. visko-elastischen Materialeigenschaften der menschlichen Hand in Kombination mit der rauen und strukturierten Hautoberfläche können Abriebe oder Abzug der Beschichtungen vorkommen. Durch Handschweiss, Sonnencreme oder Handcreme werden diese Prozesse beschleunigt.

Sandabriebtest

Das Falling Sand Abrasion Test ist dafür geeignet, um die Abriebfestigkeit von Farben, Lacken und anderen organischen Beschichtungen zu messen. Der Abrieb entsteht durch Schleifpartikel (Ottowa Sand, Silica carbide etc.), die durch ein Führungsrohr fallen und auf den Prüfling auftreffen, bis das Substrat sichtbar wird.

Basierend auf einer Konstruktion, die in ASTM D 968 und anderen international anerkannten Prüfnormen beschrieben ist, besteht das Falling Sand Abrasion Tester aus einem Sandbehälter mit 8" Durchmesser, der einen 60° konischen Trichter enthält. Standardisierte Abrasivpartikel, die in den Behälter gegeben werden, werden durch einen Abrasivdurchlassschlüssel auf ein Führungsrohr freigegeben. Das Führungsrohr ist ein gerades, glattes 36"-Rohr, das die herabfallenden Schleifpartikel auffängt. Die Proben werden unter dem Führungsrohr in einem 45°-Winkel in einem Behälter befestigt, der am Boden eine Öffnung aufweist, durch die die Schleifpartikel in einem Behälter gesammelt werden können. Ein stabiler Sockel und ein Stützsystem halten das Gerät in einer vertikalen Position.

Obwohl eine Vielzahl von Schleifpartikeln verwendet wurde, sind Quarzsand und verschiedene Sorten von Siliziumkarbid weiterhin am beliebtesten. Um reproduzierbare Ergebnisse zu gewährleisten, müssen die Schleifmittel auf eine bestimmte Siebgröße abgestuft sein.

Hinweis: Quarzsand zeichnet sich typischerweise durch seine Rundheit der Körner aus und bewirkt eine langsamere Abtragsgeschwindigkeit auf organischen Beschichtungen.

Es wurde festgestellt, dass für eine Trockenschichtdicke von 25,4 Mikrometer viele der älteren Beschichtungen 20 bis 200 Liter Quarzsand benötigen, um einen Ausfall zu erreichen. Heutige, haltbarere Beschichtungen können bis zu 600+ Liter Sand benötigen, um durchzuschleifen. Für eine extrem haltbare Beschichtung wird der Taber Rotary Abraser bevorzugt, da die Falling-Sand-Methode dazu neigt, mühsam und zeitaufwendig zu sein und große Mengen an Schleifmittel zu verarbeiten.

Die Abriebfestigkeit wird oft in Form des Volumens des Schleifmittels ausgedrückt, das erforderlich ist, um eine Einheitsdicke der Beschichtung zu durchdringen.

Normen: ASTM D154; ASTM D333; ASTM D968; ASTM D220; ASTM D3794; DIN EN ISO 8251; Code of Federal Regulation Title 21 [Sec. 177.1680 (c); Federal Test Method Std. No. 141 - Method 6191; Ford WSS-M4G318; GME 60400 (General Motors); GMW 15487 (General Motors)

Abriebprüfung und Scheuerfestigkeit

DIN EN ISO 11998: Bestimmung der Nassabriebbeständigkeit und der Reinigungsfähigkeit
von Beschichtungen
Auswertung: Flächenbezogener Massverlust der Beschichtung
3M Scotch Brite 7448 Pads werden verwendet.
Die Waschflüssigkeit wird manuell vor Testbeginn aufgetragen.
Nach 200 Scheuerzyklen erfolgt die Bewertung, indem der Gewichtsverlust berechnet wird.

ASTM D 2486: Anzahl der Scheuerklassen bis zur erkennbaren Beschädigung
Die Farbe wird auf eine schwarze Kunsstofffolie appliziert und getrocknet
Mit einer Nylonbürste wird so lange gescheuert, bis eine Beschädigung zu erkennen ist.
Zur Beschleunigung des Testverfahrens wird eine abrasive Waschflüssigkeit verwendet.

ASTM D 4213: Gewichtsverlust im Vergleich zum kalibrierten Standard
ASTM D 4828: Farb- und Glanzmessung vor uns nach 100 Zyklen
ASTM D 3450: CIE Y-Wert vor uns nach 100 Zyklen

ASTM D 53778:
Die Prüffläche muss frei von Verschmutzungen sein.
Waschbeständigkeit: Auswertung nach 1000 Scheuerzyklen
Scheuerbeständigkeit: Auswertung nach 5000 Scheuerzyklen
Der Test wird nass mit Bürstenköpfen aus Schweineborsten und mit einer Pumpe durchgeführt, die Waschflüssigkeit zuführt.
Die Beurteilung erfolgt visuell.

Scheibenwischertest gemäß ECE 43:
Die Proben werden in den Acrylbehältern befestigt. Die Behälter werden mit frisch vorbereiteter wässriger Suspension gefüllt.
Einstellung der Hublänge: auf 130mm ± 2mm ein
Montierung des Wischerblatts (z.B. CR Bosch Profil 32) mit einer Belastung von 15 g/cm (80 mm Blatt 120 g)
Zwei Proben werden auf einem Doppelhubinstrument parallel oder in Reihe geprüft.
Anzahl der Zyklen: 10.000 Zyklen
Proben müssen nach 10.000 Zyklen gedreht werden.
Test wird für weitere 10.000 Zyklen durchgeführt.
Auswertung: Messung die Trübung (Transmission/Haze) der gereinigten und getrockneten Oberfläche

Scheuerbeständigkeit und Pillneigung - Martindale

Mit unserem Martindale Scheuerprüfgerät messen wir die Scheuerbeständigkeit von textilen Flächengebilden z.B. nach DIN EN ISO 12947-1 oder die Pillneigung nach DIN EN ISO 12945-2 normkonform auf 6 Prüfstationen bestimmen.

DIN EN ISO 12947-1: Allgemeine Informationen
DIN EN ISO 12947-2: Probenzerstörung
DIN EN ISO 12947-3: Masseverlust
DIN EN ISO 12947-4: Oberflächenveränderung
Probenkörper: ca. 50x50xcm²

Bestimmung der Scheuerbeständigkeit:
Die Martindale-Methode ist ein Verfahren, um die Scheuerbeständigkeit von textilen Flächengebilden zu bestimmen und somit die natürliche Abnutzung zu simulieren. Hierbei wird ein Muster des zu testenden textilen Flächengebildes (Prüfling) mit einer vorgegebenen Gewichtsbelastung gegen ein normiertes, wollenes Scheuergewebe gerieben.

Der Prüfling bewegt sich in einer definierten Figur über das Scheuergewebe und dabei werden die Umdrehungen, auch Scheuertouren genannt, gezählt. Eine hohe Anzahl an Scheuertouren ist gleichbedeutend mit einer hohen Scheuerbeständigkeit.

Die benötigten Details sind:
- Anzahl Scheuertouren bzw. Prüfung „bis zur Zerstörung“
- ggf. Anzahl Zwischenbeurteilungen
- mit oder ohne Bestimmung des Masseverlusts

Bestimmung der Neigung von textilen Flächengebilden zur Flusenbildung und der Pillneigung:

Pilling oder Pill-Bildung beschreibt die Bildung kleiner Faserknötchen oder Fusseln auf der Oberfläche eines textilen Flächengebildes. Beim alltäglichen Gebrauch und durch mechanische Reibung, wie zum Beispiel beim Tragen von Kleidung, durch die Waschmaschine oder den Wäschetrockner, lösen sich winzige Fasern, die sich dann an der Oberfläche miteinander verknäulen oder verfilzen und die charakteristischen Knötchen bzw. Pills bilden.

Mit dem Martindale Verfahren lässt sich neben der Scheuerbeständigkeit von Textilien auch deren Pillneigung bestimmen. Dafür werden die Prüflinge des zu testenden Materials auf dem Martindale Prüfinstrument eingespannt und gegeneinander gerieben. Nach einer definierten Anzahl von Touren wird der Prüfling und dessen Pillneigung visuell beurteilt.

Die Stärke der Pillbildung gibt Aufschluss über die Qualität des Materials. Je stärker die Pillbildung desto schlechter das Material. Die Beurteilung geht auf einer Skala von 1-5, wobei die Pillnote 5 keine Veränderung der Oberflächenstruktur und Pillnote 1 eine dichte Flusenbildung oder starke Pillbildung beschreibt.