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KÜHLTÜRME

VDI 2047

  • Legionellen
  • E.Coli
  • Pseudomonas aeruginosa

Das Kühlmedium Wasser fuhrt in Kühlkreislaufen oft zu erheblichen Korrosionen. Die an das Kühlwasser gestellten Qualitätsanforderungen sind oft widersprüchlicher Art und weichen dementsprechend häufig voneinander ab.

Aussehen: moglichst farblos, klar und ohne Bodensatz
pH-Wert: 7 bis 8,5 (keine Berührung der Aluminiumbauteile mit dem Wasser pH bis 9,0)
Leitfahigkeit: < 3000 μS/cm = 300 mS/m
Gesamtharte: < 60 ° dH nach Enthartung: < 20° dH
Karbonatharte: < 4 ° dH (<0,7 mol/m3) nach Hartestabilisierung: < 20° dH
Gesamtsalzgehalt: < 1800 mg/l
aggressive Kohlensaure: 0 mg/l
Calcium: > 20 mg/l
Eisen: < 0,1 mg/l
Chlorid: < 250 mg/l
Sulfat: < 600 mg/l
Keimzahl: <10.000 KBE/ml
Legionellen: <100 KBE/100 ml
KS 4,3: < 1,4
nach Hartestabilisierung: < 7

Bei zu hoher Härte im Zuspeisewasser wird dieses zur Vermeidung von Ablagerungen entweder enthärtet oder durch Zusatz von Chemikalien konditioniert. Das dem Kreislauf durch Verdunstung entzogene reine Wasser fuhrt zwangsläufig zu einer Aufkonzentrierung, die durch zusätzlichen Salzeintrag durch das Zuspeisewasser noch erhöht wird. Zur Vermeidung von Ausfällungen, Verkrustungen und Korrosion muss der Salzgehalt innerhalb bestimmter Grenzwerte gehalten werden, was üblicherweise durch Absalzung des konzentrierten Kreislaufwassers und Nachspeisen von Frischwasser geschieht. Die vorgenannten Grenzwerte müssen im Kreislaufwasser eingehalten werden. Bei Einsatz von teil-/vollentsalztem Zusatzwasser ist eventuell der Einsatz eines geeigneten Korrosionsschutzmittels vorzusehen. Unabhängig von der Zusatzwassergute, sollte die Systemeindickung von EZ = 6-8 nicht überschritten werden.

Chloride:
Einen wesentlichen Einfluss auf das Korrosionsverhalten eines Wassers üben die Chloride aus. Da sie durch einfache Fallmethoden nicht aus dem Wasser eliminierbar sind, halt man ihre Konzentration durch Abschlammen im Bereich von 250 mg/l. Sie wirken bei vielen Metallen, einschließlich Edelstahl, stark korrosiv und erzeugen Lochfraß. Je höher die Temperatur, desto stärker ist die korrosive Wirkung.

Sulfate:
Sie führen ebenfalls, wie die Chloride, zu Korrosion auf metallischen Werkstoffen, wenn auch nicht ganz so stark, weshalb man in der Praxis einen Wert von 600 mg/l Sulfat nicht überschreiten sollte.

Carbonathärte:
Die in Form von Hydrogencarbonaten gelösten Calcium- und Magnesiumverbindungen verursachen, die auch als temporäre Härte bezeichnete, Carbonathärte. Bei Änderung des Kalk- Kohlensäure-Gleichgewichts (pH-Wert-Erhöhung, Erwärmung mit der Folge erhöhten CO2-Austrages) bilden sich schwerlösliche Karbonate (Kesselstein).

Gesamthärte:
Als Gesamthärte bezeichnet man sämtliche im Wasser enthaltenen Verbindungen des Calciums und Magnesiums, also neben den Carbonaten auch die Sulfate, Chloride etc.

Gesamtsalzgehalt:
Die Summe der im Wasser gelösten Substanzen bildet den Gesamtsalzgehalt. Man kann ihn durch eine umfangreiche Analyse der im Wasser vorliegenden Verbindungen ermitteln.

Oberflächenspannung:
Die Oberflächenspannung von Wasser wird angegeben in σ (Sigma). Um die Wirksamkeit der Tropfenabscheider und Füllkörper gewährleisten zu können, sollte der Wert ≥ 60 mN/m betragen.
Die Grenzwerte für die Einleitung von Abwasser sind ebenso zu berücksichtigen, wie eventuell vorhandene Umweltschutzauflagen.