+49 621 437 152 52  Wildbader Str. 7, D-68239 Mannheim

JDM J20C

PRÜFPARAMETER

  • Dichte ISO 3675
  • Schaumverhalten ASTM D892, ASTM D6082, ISO 6247
  • FTIR-Aufnahme
  • Viskosität bei 40°C und 100°C ASTM D445, DIN EN ISO 3104, DIN 51562-1
  • Viskositätsindex ASTM D2270, ISO 2909
  • Wassergehalt ASTM D6304, DIN 51777-1, DIN 51777-2, DIN EN ISO 12937
  • Gesamtverschmutzung
  • Pour Point ASTM D97, DIN ISO 3016
  • Flammpunkt ASTM D92, DIN EN ISO 2592
  • Reinheit ISO 4406

Dichte

Die Dichte von Ölprodukten wird bei 15°C gemessen. Die Ergebnisse werden mit den vorgeschriebenen Sollwerten in der entsprechenden Norm verglichen.

Schaumverhalten

Zu allgemeinen Ursachen für das Schaumverhalten von Getriebeöl zählen Vermischung mit Fremdöl, Kontamination mit Schmierfett aus Wälzlagern, Kontamination des Öles mit Staub, Kontamination des Öles mit Wasser.

Bei dem Prüfverfahren wird die Luft durch eine Diffuserkugel das zu prüfende Öl gepumpt. Nach dem Abschalten des Luftstroms, wird das Volumen des Oberflächenschaums in ml ermittelt. Nach 5 Minuten Ruhezeit wird nochmals das Volumen des Oberfächenschaums in ml ermittelt. Die Prüfung wird sowohl bei 25°C, als auch bei 95°C durchgeführt.

Die Anforderungsnorm für Getriebeöle, DIN 51 517 Teil 3, lässt als Grenzwert folgende Werte zu:

- ISO VG 68 bis 460 - 100 ml nach Abschalten 10 ml nach 10 Minuten
- ISO VG 680 bis 1500 - 150 ml nach Abschalten 10 ml nach 10 Minuten

Viskosität

Die Viskosität ist ein Merkmal für die Fließgeschwingkeiten der Öle bei verschiedenen Temperaturen. Bei niedrigeren Temperaturen (Öl kalt) ist die innere Reibung des Öles groß (hohe Viskosität). Bei hohen Temperaturen (je ärmer das Öl wird), dann ist die innere Reibung (niedrige Viskosität) niedriger. Um günstigen Kraftstoffverbrauch, gutes Kaltstartverhalten usw. zu ermöglichen sollte die Viskosität für den Einsatz in Motoren so niedrig wie möglich sein. Andernfalls muß die Viskosität zugelich aber auch so hoch wie nötig sein, um ausreichende Stabilität des Schmierfilms und damit den nötigen Verschleißschutz zu gewährleisten.

Viskositätsindex

Dimensionsloser Messparameter, der aus der kinematischen Viskosität bei 40°C und 100°C ermittelt wird. Dieser Parameter beschreibt die Temperaturabhängigkeit der Viskosität eines Öles, anbei höhere Werte eine geringere Temperaturabhängigkeit bedeuten.

Wassergehalt nach Karl Fischer

Wasser ist in Ölprodukten und Erzeugnissen ein unerwünschter Bestandteil. Hoher Wassergehalt kann auf einen Defekt des Motors hinweisen. Außerdem sind Schaumbildung, Bakterien- und Pilzbelastung, sowie Korrosionsschaden unerwünscht. Zur quantitativen Wasserbestimmung durch Titration wird das Karl-Fischer-Verfahren herangezogen.

Gesamtverschmutzung

Flüssige Mineralölerzeugnisse – Bestimmung der Gesamtverschmutzung in Mitteldestillaten, Dieselkraftstoff und Fettsäure-Methylestern.
Bei der Gesamtverschmutzung handelt es sich um ungelöste Stoffe, die bei der Filtration über einen Filter unter Prüfbedingungen zurückgehalten werden.
Ein Probeteil wird gewogen und unter Vakuum durch einen zuvor gewogenen Filter filtriert. Der Filter mit dem Rückstand wird gewaschen, getrocknet und nochmals gewogen. Die Verschmutzung wird als Differenz der Masse des Filters berechnet und relativ zur Probenmasse in mg/kg angegeben.

Pour Point

Pour Point stellt die niedrigste Temperatur dar, bei der das Öl noch fließt, wenn es unter festgelegten Bedingungen abgekühlt wird. Bei der Analyse wird die Probe nach vorangehender Aufwärmung unter festgelegten Bedingungen abgekühlt und in Temperaturabständen von je 3°C auf Fließfähigkeit geprüft.

Flammpunkt

Der Flammpunkt ist niedrigste Temperatur unter definierten Prüfbedingungen, bei der die Dampfphase der Probe durch die Prüfflamme entzündet wird und sich die Flamme über die Probenoberfläche ausbreitet.