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LACKFEHLER

Problematik im Lackiersystem

Randmarkierungen:
Eingefallene Lackoberfläche über Spachtel- oder Füllerstellen, mit erkennbarer Randzone, Glanzverlust (Schleier) innerhalb der fehlerhaften Zone.

Blasenbildung:
Bei Feuchtwetter wird vom Lackaufbau eine geringe Menge Wasserdampf aufgenommen, die bei trockenem Wetter wieder verdunstet. Dieser Vorgang ist normal und schädigt einen aus aufeinander abgestimmten Schichten bestehenden Lackaufbau nicht. Bei unsachgemäßer Untergrundbehandlung können hygroskopische (wasserziehende) Substanzen (Salze) als Verunreinigungen zurückbleiben. Diese bewirken lokale Konzentrationen von Feuchtigkeit, die den Lackfilm als Blasen abheben. Blasen können als Erhebungen in unterschiedlicher Größe, Anordnung und Häufigkeit auftreten. Sie können zwischen den einzelnen Schichten, aber auch unter dem gesamten Lackaufbau entstehen. Bei trockenem Wetter bilden sich die Blasen größtenteils zurück.

Peroxidflecken / Durchbluten:
Fleckartige Verfärbung der Decklackschicht, oft bei Metallic-Silber oder -Blautönen

Funkenflug (Flugrost):
Punktförmige Korrosionserscheinungen an der Lackoberfläche.

Haftungsverlust:
Es gibt zwei Arten von Haftungsverlust: Haftungsverlust zwischen den einzelnen Schichten einer Lackierung und Haftungsverlust zwischen dem kompletten Lackaufbau und dem Untergrund.

Nadelstiche / Kocher:
Kleine, blasenähnliche Oberflächerstörungen, entstanden durch im Lackfilm eingeschlossene Lösemittel

Krater:
Kreisförmige Mulden mit Durchmessern von 0,5 bis 3mm. Das Erscheinungsbild reicht hier von sehr flachen Mulden in der letzten Lackierschicht bis zu gravierenden Benetzungsstörungen, die bis zum Untergrund durchgehen.

Nasen / Läufer / Tränen / Gardinen:
Verdickungen des Lackfilmes an senkrechten Stellen

Orangenhaut:
Unebene Oberflächenformation, orangenschalenartiges Aussehen der Lackoberfläche

Runzelbildung:
Wellige Lackoberfläche mit ungleichmäßigen Furchen.

Risse:
Spinnennetzartige Risse unterschiedlicher Länge und Tiefe.

Sauerer Regen:
Helle oder auch manchmal dunkle Flecken im Decklack. Der Klarlack verliert seine Transparenz und /oder seinen Glanz. Säuremarkierungen werden sichtbar.

Schleifriefenmarkierung:
Schleifspuren zeichnen sich in der fertigen Lackschicht ab.

Schmutzeinschlüsse:
Sichtbare Verunreinigungen im Lackfilm durch Partikel unterschiedlicher Größe

Vermattungen:
Matte Stellen, die sich in unterschiedlicher Größe im Lackbild abzeichnen.

Vogelexkremente:
Säureflecken im Decklack. Die Exkremente können zu Verfärbungen im Decklack führen, wenn sie längere Zeit einwirken.

Wasserflecken:
Ringförmige helle Flecken in der Lackoberfläche

Wolkenbildung:
Wolkige oder streifenförmige Unregelmäßigkeiten in Metallic-Lackierungen durch ungleichmäßige Orientierung der Metallpigmente

LABS-Lackbenetzungsstörende Substanzen

Lackbenetzungsstörende Substanzen sind Verunreinigungen, die die Lackbenetzung oder den Lackverlauf stören. Sie können in Silikonen, fluorhaltigen Stoffen, bestimmten Ölen und Fetten enthalten sein. Diese Substanzen beeinträchtigen die Lackverteilung und führen zur Fehler wie Krater.

Der Krater entstehen durch die Oberflächenspannung. Die Oberflächenspannung des Lacks ist höher ist als die der lackbenetzungsstörenden Substanz, dann enstehen solche Krater.

LABS-Quellen nach VDMA 24364 sind

- Schmiermitteln

- Trennmitteln und Weichmachern aus Kunststoffanteilen der Anlagentechnik oder Werkstücken,

- Zieh- und Gleitmittelresten,

-Schläuchen und Dichtmassen,

- Verunreinigungen, die über die Raumlufttechnik, die Prozesslufttechnik oder das Druckluftsystem verteilt werden,

- Betriebs- und Hilfsmitteln wie Reinigern, Putztüchern, Schleif- und Poliermitteln, Klebebändern, Handschuhen, Arbeitskleidung oder Montagevorrichtungen

- Durch Mitarbeiter - Kosmetika, Hautpflegeprodukte, Shampoo, Haarspray, -gel und -färbemittel, Brillenreiniger, Doedorant, Lippenstift, Aftershave, Make-up und Hautschutzcreme, Bekleidung und Schuhpflegemittel,

- Essen und Trinken

usw.

Elemente, die in der Automobilindustrie und speziell in Lackieranlagen zum Einsatz kommen, müssen LABS-frei sein.

Wir beraten Sie gerne!


PV 3.10.7 / VDMA 24364 [751 KB]